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DER
RUF
Die
größe,
tief volkstümliche und seit vielen Generationen überlieferte Verehrung
des Paters Kino bekam am Anfang des letzten Jahrhunderts eine
wissenschaftliche Bestätigung. In den Archiven der Mexico-Stadt sind die
Tagebücher von Pater Kino gefunden worden. Sie erzählen uns eine
Geschichte seines Lebens eines Missionars, eine Geschichte geprägte von
vielen Schwierigkeiten auf seinen unermündlichen Forschungsreisen, aber
auch eine Geschichte seiner Vision, welche die Zukunft der Pimeria Alta
betrifft. Aus den Seiten der Tagebücher erhebt sich ein großes
menschliches Charakter, der durch Liebe und Mitleid bewegt ist. Es erhebt
sich ein Mensch, der die Geschichte von Latein- und Nordamerika unauslöschlich
geprägt hat.
Um Pater Kino zu ehren
hat man 1965 mit der Suche nach seinem Grab angefangen. Am 19 Mai 1966 ist
das Grab in der heutigen kleinen Stadt Magdalena gefunden worden. Vier
Jahre später lies die mexikanische Bundesregierung ein Mausoleum über
dem Grab bauen und gestaltete das umliegende Platz in ein eindrucksvolles
Denkmal, das am 02 Mai 1971 in Anwesenheit des Präsidenten von Mexico
Luis Echeverria eingeweiht wurde.
Schulen,
Universitäten, Krankenhäuser wurden nach Pater Kino's Namen genannt. In
den weit entfernten und in der Wüste zerstreuten Dörfern wurden Denkmäler
errichtet. Im Jahre 1930 ist in der Stadt Tucson ein prächtiges
Basaltrelief enthüllt worden. Auf dem wüsteartigen Hintergrund sieht man
den unermündlichen Erforscher in Begleitung eines Indianers. Dieselbe
Stadt errichtete ein größeres Reiterdenkmal des "Paters zu Pferd".
Die Erzdiözese
Hermosillo (Mexico) eröffnete offiziell den Beatifikationsprozeß des
Paters Kino und sammelt Beweise für seine heroische und heilige
Lebensweise. Während der religiösen Verfolgung, die nach dem I Weltkrieg
unter General Calles ausbrach, Kino wurde als "Schirmherr" (protector)
des Staates Sonora angerufen.
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